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FAQ

Wuguan Bern
Welche Stile kann ich im Wuguan lernen?

Im Wuguan kann ich folgende Stile lernen:
  • Hung Kuen in der Tradition der Familie Wu aus Guangzhou.
  • Chen-Stil Taijiquan nach Wang Xian, 19. Generation Chen-Stil Taijiquan
  • Original Shaolinquan

Was ist Hung Kuen genau?

Hung Kuen ist ein südchinesisches Kampfkunst-System, welches vor allem durch den chinesischen Volkshelden Wong Feihong (Huang Feihong) und seinen Schüler Lam Saiwing (Lin Shirong) bekannt geworden ist. Unsere Linie von Wu Shaoquan und Wu Meiling ist direkt auf diese beiden Grossmeister zurückzuführen. Hung Kuen ist ein kraftvolles System, weniger mit Bein- dafür mit ausgeprägten Arm- und Handtechniken basierend auf dem Nachahmen der 5 Tiere. Hung Kuen wird auch Tiger/Kranich-Stil genannt, dies aufgrund der bekanntesten Form Fu Hok Sheung Yin Kuen (Tiger/Kranich Form). Urs Krebs ist direkter Schüler von Wu Meiling und unterrichtet Hung Kuen in der 5. Generation.

Was ist Chen-Stil Taijiquan?

Chen-Stil Taijiquan ist der ursprünglichste der heute bekannten Taiji-Stile, quasi die Quelle. Der Stil wurde im 17. Jahrhundert von Chen Wangting aufgrund seiner Studien des Buchs Jixiaoxinshu von General Qi Jiguang und den Jingluo-Kenntnissen aus der traditionellen chinesischen Medizin entwickelt. Alle anderen bekannten Stile wie der Yang-Stil, der Sun-Stil oder der Wu-Stil stammen direkt oder indirekt vom Chen-Stil ab. Beim Chen-Stil ist das zweifellos bei allen Stilen vorhandene (aber oft nicht mehr vermittelte) Kampfkunstelement noch etwas offensichtlicher. Wir unterrichten bei uns Lao Jia (alter Rahmen) nach Wang Xian, 19. Generation des Chen-Stils und einer der vier Wächter Buddhas, wie die vier bekanntesten Chen-Stil Meister in China auch genannt werden.

Was ist Shaolinquan?

Als Shaolinquan wird der Stil bezeichnet, welcher direkt aus dem berühmten Shaolin-Kloster bei Dengfeng in Henan stammt.  Das originale Shaolin-Kung Fu unterscheidet sich erheblich von den in Shaolin-Shows rund um den Globus gezeigten modernen Formen, welche zwar spektakulär anzusehen sind, jedoch weder effektiv sind noch einem tiefergreifenden Konzept unterliegen. Im Wuguan unterrichten wir das ursprüngliche Shaolin-Kung Fu aus Shaolin bei Dengfeng.

Was bedeuten die Linien im Hung Kuen?

Die Linie weist über die die Herkunft der Stilrichtung hin. Bei uns ist die Linie Wong Feihong à Lam Saiwing à Wu Shaoquan à Wu Meiling, bei einer anderen Linie ist sie beispielsweise Wong Feihong à Lam Saiwing à Lam Jo à Lam Chunfai. Jede Linie hat seine eigenen Charakteristiken, welche von den Exponenten der Linie geprägt wurden. So gibt es z.B. nur in unserer Linie die Formen Yap Mun Kuen und Sheung Tau Man Fu Guan, die von Wu Shaoquan entwickelt und dem System hinzu gefügt wurde.

Nanquan, Beitui (Südfaust, Nordbein)

Diese in China klischeehafte Unterteilung in nördliche und südliche Stile stimmt nur bedingt. So gibt es nördliche Stile wie Bajiquan, die ebenfalls kaum Beintechniken aufweisen und auch die südchinesischen Stile weisen unter sich zum Teil grössere Unterschiede auf, wie z.B. Choy Lee Fatt und Wing Chun, so dass sie nicht einfach unter diese Unterteilung passen.

Was ist ein äusserer Stil, was ein innerer Stil?

Ein äusserer Stil benötigt nach gängiger Meinung die Entwicklung von Geschicklichkeit, Geschwindigkeit und Körperkraft zum Umsetzung der Prinzipien. Nach dieser Definition gehören sowohl Hung Kuen (Hong Quan) als auch Shaolinquan zu den äusseren Stilen.
Ein innerer Stil beruht auf der daoistischen Philosophie, das Härte durch Weichheit besiegt werden kann. In diesem Sinne werden innere Stile in der Regel fliessend und entspannt ausgeübt, Körper und Geist in Einklang gebracht. Chen-Stil Taijiquan gilt nach dieser Definition als innerer Stil.
Wer sich jedoch länger mit den chinesischen Kampfkünsten befasst, wird feststellen, dass solche Unterscheidungen genauso durchlässig sind wie die andere grosse Unterteilung in nördliche und südliche Stile. So haben viele äussere Stile innere Elemente wie einige innere Stile auch äussere Elemente beinhalten.

Wuguan und Shaolin-Kloster?

Oft werden wir gefragt: Besteht irgendeine Verbindung zu den Shaolin-Tempeln in Deutschland Österreich oder zum Kloster in Henan? Nein, eine solche Verbindung besteht nicht. Wir unterrichten lediglich traditionelles Shaolinquan. Urs Krebs, der Leiter des Wuguan lernte sein Shaolinquan ab 1989 bei Shi De Yu, Shi De Shui und später in der Tagou-Schule neben dem Kloster. 1991 wurde er vom damaligen geschäftsführenden Abt Shi Su Xi als Schüler angenommen. Mit dem Hinscheiden von Meister Shi Su Xi im Jahr 2006 ist diese direkte Verbindung leider erloschen.

Shaolin und Buddhismus?

Muss ich buddhistische Kenntnisse haben oder Buddhist sein um Shaolin-Kung Fu erlernen zu können? Nein, die Prinzipien einer Kampfkunst haben nichts mit Religion zu tun, auch wenn der Ursprung vieler chinesischen Kampfkunst-Systeme religiös beeinflusst wurde (nebst Buddhismus spielt auch der Daoismus eine wichtige Rolle). Kenntnisse über die philosophischen Grundlagen erleichtern aber allenfalls das Verständnis für das eine oder andere Prinzip (z.B. Härte durch Weichheit besiegen).

Wieso unterscheiden sich die Bewegungen der vier Wächter Buddhas?

Obwohl alle vier Meister von den gleichen Lehrern Chen Zhaopi und Chen Zhaokui gelernt haben gibt es doch Unterschiede in der Ausführung. Dies hat einerseits damit zu tun, dass sich die Meister selbst weiterentwickelt haben, andererseits ist es ähnlich wie beim Schreiben. Jeder schreibt A, B, C usw. doch jeder Mensch hat eine eigene Handschrift.
 
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